Mitarbeiterbefragungen sind nicht nur reine Meinungsumfragen, sondern dienen einem Ziel, z.B. Kostensenkung, Verbesserung des Arbeitsklimas,….

1. Phase: Strategische Zielklärung
• Interessen und Ziele von Geschäftsführung und Mitarbeitervertreter klären.
- sollen z.B. Veränderungen stattfinden, Verbesserung des Betriebsklima, Commitment zur
Firma, Arbeitszufriedenheit etc. (hierbei stehen zwei Themen im Vordergrund: Leistung
(von Arbeitgeberseite) und Zufriedenheit (Arbeitnehmer))
• Die MAB soll zur Unternehmensstrategie passen und vom Top Management unterstützt
werden.
• Rücksprache und Abstimmung mit Arbeitnehmervertretung (Betriebsrat falls vorhanden,
hat Mitspracherecht) und Management
• Keine einmalige Aktion (Grundidee: beständige MAB, viele Unternehmen führen MAB`s
einmal jährlich durch)
• Auswirkungen (was soll erreicht werden, welche Konsequenzen hat die MAB?)
nächste Phase: Vorbereitung – beachten, dass ein MAB-Zyklus ca. 1 Jahr dauert
• Rahmenbedingungen (intern oder extern unterstützt  Partner finden)
• Zielgruppe (alle MA oder nur bestimmte Abteilungen),
• Inhalte festlegen (z.B. Unternehmenskultur, Kommunikation in der Organisation,
Arbeitsbedingungen, Aufgaben, Arbeitstätigkeit, Entgelt, Sozial- und Zusatzleistugen,
Team, Kollgen, Vorgesetzte, Zusammenarbeit, Innovation, Produktivität,
Aufstiegsmöglichkeiten,…)
• Methode (online Programmentwicklung oder Fragebogen Ablauf klären)
Greif: zu teilstandardisierten Fragebögen durch offene Fragen haben MA die

Möglichkeit, die ihnen wichtigen Themen anzusprechen man erhält viele praktische

Ideen/Verbesserungsvorschläge
• Evtl. ein Team (von Personen, die die Organisation sehr gut kennen) zusammenstellen,
das für die Vorbereitung, Organisation, Durchführung zuständig ist  MA miteinbeziehen
(erhöht Committment)
• Kontinuierliche „Werbung“, Vorinformation und Vorbereitung der MA (Intranet, MA-
Zeitung, Teamtreffen, E-Mail etc.), um bessere Akzeptanz zu sichern und höhere
Rücklaufquoten zu erreichen
• Fragenbogen entwickeln, Organisation der Datenerhebung, z. B. Wahllokale, und der
Datenauswertung
• Evtl. Vortests
2. Phase: MAB ( Durchführung)
− Auf Anonymität achten!!!
, Freiwilligkeit
− Ausreichend Kopien und Wahllokale
− Möglichkeit per Post sichern
− Aufbereitung und Analyse der Daten
− Bericht erfassen
3. Phase: Information und Feedback
− Ergebnisse vor der Geschäftsführung präsentierenFestlegen von Schwerpunkten (welche
Themen sind relevant) und Handlungsfeldern
4. Phase: Problemanalysen – z. B. bei einer Open Space Veranstaltung evtl. von Externer
(neutrale Personen) begleitend
− die Ergebnisse vor den MA präsentieren und diese diskutieren, Ziele entwickeln (z.B. im
Workshop)
5. Phase: Aktionsplanung
• Aktionpläne und Maßnahmen mit den MA überlegen und planen (Auswirkung,
Beteiligung  Committment zu Veränderungen)
Nachbereitungsphase:
• Maßnahmen umsetzen, Veränderungsprozesse einleiten
• Evaluation der Ergebnissen,
• Dokumentation mit guten und schlechten Erfahrungen für die nächste Durchführung
• Abschluss
• Evtl. nächste Befragung in 1-3 Jahren planen, um Veränderungen zu erfassen
(zur Erfassung der Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren der Veränderung z.B. den Change
Explorer einsetzen)
Potentiale und Risiken einer MAB:
generell werden die Potentiale einer MAB vielfach unterschätzt und die Risiken überschätzt.
− größte Befürchtung des Managements, dass die MAB bei den MA zu Erwartungen führt, die
dann nicht erfüllt werden können. Erfahrungsgemäß ist aber das Gegenteil der Fall eine

offene und ehrliche Diskussion über das was machbar ist und was nicht, ist für den
Unternehmenserfolg eher vorteilhaft (Alper et al., 1986; Hinrichs, 1996). Wird allerdings
versucht die Ergebnisse zu zensieren oder sie den Beteiligten vorzuenthalten, kann es zu
erheblichen Verschlechterung des Klimas kommen.
− Eine durchgeführte MAB zwingt die Beteiligten etwas zu tun. Dies wissen und fürchten viele
Praktiker. Die MAB kann so positioniert werden, dass sie die Themen behandelt, die für alle
Interessensgruppen relevant sind. Aktionen sind ebenso absehbar und können durch eine
MAB legitimiert und lanciert werden. Da die Manager oft wissen was getan werden müsste ist
die MAB eine Möglichkeit die notwendigen Maßnahmen sozial verträglich (unter Einbeziehung
der MA) durchzuführen.
Vorteile einer MAB
• Ermittlung von Stärken und Schwächen innerhalb des Unternehmens
• Informationsgewinn durch Einbeziehung des MA-Potentials
• Erhöhte Motivation durch Partizipation der Betroffenen an Veränderungsprozessen
• Erhöhung der Arbeitszufriedenheit durch Lösung von Konflikten
Nachteile einer MAB
− Zusätzlicher Personal- und Kostenaufwand
− Demotivation bei der Belegschaft (z.B. wenn Umsetzung der MAB Ergebnisse auf Kosten der
MA erfolgt)
− Abhängig von Kooperationsbereitschaft